Fünfte Runde 2. Segelflugbundesliga FG FDS 2019

Schauerslalom und Abwindstolperfallen bremsen aus

Von Lothar Schwark

Weiter auf Sparflamme läuft es momentan in der 2. Segelflugbundesliga bei der Fliegergruppe Freudenstadt. Runde 5 ermöglichte am Samstagnachmittag nur wenige Stunden den Versuch optimale Speedwertung herauszufliegen. So glänzte der Sonntag einmal mehr mit satten Grau. Der Motor der Thermik, die Sonne sprang nicht an. Martin Haug mit Copilot Tobias Abraham(Duo Discus), sowie Max Zeffler (Discus 2) schafften mit 137,70 Speed zumindest einen Trostpunkt. Gestartet war noch Constantin Wiegert (Discus 2) dem die aufkommenden Schauer jedoch keine Chance zu einem erfolgreichen Sprint ermöglichten. Zeffler pendelte um mehrere Wenden im Nordschwarzwald. Ohne mitgeführten Wasserballast der die Reisegeschwindigkeit erhöht, kitzelte er noch 61,51 Punkte/65,2 Km/h heraus. Anfangs blieb Zeffler wenig Spielraum zwischen Grund und Wolkenbasis. Das bremste zusätzlich,da es galt das Außenlanderisiko zu minimieren. Haug und Abraham waren Anfangs ebenso über den Nordschwarzwald unterwegs. Dann tauche der Duo Discus folgend ins Rheintal ab, wo deutlich bessere Bedingungen herrschten. Bei Rotmalsch (nähe Heidelberg) wendete das Team ,um mit einem satten zwei Meter Bart (Fachsprache für Aufwind in der Sekunde ) den Heimweg anzutreten. Der Einstieg in den Nordschwarzwald beim Langenbrand Turm (Schömberg bei Pforzheim) gelang problemlos. Danach entwickelte sich der Heimflug zum Krimi. Die anfangs harmlosen Kumuluswolken schossen in die Höhe, und luden später ihre Regenfracht wie aus Kübeln ab. Haug und Abraham fanden noch einen regenfreien Weg und landeten nach einer guten Leistung und gesamt 305 km gegen 17.00 Uhr in Musbach. Mit ihrem Liga schnitt von 82,48 Km/h konnten sie angesichts der Wetterlage durchaus zufrieden sein. Eine grundlegende Änderung der Wetterlage wird es wahrscheinlich auch in Rundenwertung 6 nicht geben. Wieder sollen Schauer die Richtung bestimmen. Erwischt man sie im Aufbau ist man pfeilschnell. Regnen sie sich aus, ist oft der Heimweg verbaut.

Rundenwertung 5 der 2. Segelflugbundesliga. 1. Aero- Club Ansbach (BY) 361,93 Speed/20 Punkte. 2. Aero Team Klix (SN) 337,27/19. 3.AC Pirna (SN) 330,62/18. 22.FG Freudenstadt (BW) 137,70/1

Laufende Gesamtwertung 2. Segelflugbundesliga. 1.Aero-Club Ansbach (BY)70 Punkte. 2. AC Bad Nauheim (HE) 69. 3. HAC Boberg (HH) 67. 22. FG Freudenstadt (BW) 11.

Bilder Lothar Schwark und Martin Haug

Runde vier 2. Segelflugbundesliga FG Freudenstadt

2. Segelflugbundesliga läuft noch nicht rund

Zweigeteilt war das Wetter in Runde 4 der 2. Segelflugbundesliga. Während der Samstag mit teils heftigen Dauerregen in Musbach nicht fliegbar war, kam die einfließende Kaltluft am Sonntag mehr und mehr unter Hochdruckeinfluss. Knackpunkt nach dem heftigen Regen am Vortag war Anfangs eine niedere Wolkenbasis, die zwischen den Aufwinden wenig Aktionsspielraum zuließ. Auch machte der starke Nordostwind den Piloten weiter zu schaffen. Mit jedem Kilometer im Norden wurden die Bedingungen besser. Die schnellsten Sprints wurden nördlich der Mainlinie geflogen. In Niedersachsen waren mehrere Langstreckenflüge über 1000 km möglich. Die zumindest mäßigen Bedingungen über dem Schwarzwald konnten leider nur zwei Piloten von der Fliegergruppe Freudenstadt nutzen. Einmal mehr fehlte der dritte Pilot. Am besten kam Tilman Fuchs (Discus 2/18m ) mit den Bedingungen klar. Er erflog über dem Schwarzwald um mehrere Wenden einen Bundesligaschnitt von 75,83 Punkten/83,79 km/h (Speed) über die 2:30 Stunden Wertungszeit. Anfangs musste sich Fuchs bei einer Arbeitshöhe von weniger als 1000 Meter über Grund vorsichtig vor antasten. Gegen Spätmittag konnte er noch bis zum Titisee vordringen wo er bis zu 2100 Meter NN erreichte. Über die Gesamtdistanz von 305 km benötigte er aber 25 Aufwinde bei einem mittleren Steigen von 1,56 Meter/Sekunde. Axel Reich hob noch gegen 15.00 Uhr mit einem Duo Discus ab. Er erkämpfte noch 48,1 Punkte/51,71 km/h (Speed). Für insgesamt 139 km benötigte er 12 Aufwinde bei 1,61 Meter mittleren Steigen. Immerhin gelang mit 123,93 Speed den Musbacher Aufwindstürmern noch der 19 Platz in Rundenwertung vier. Rundenplatz eins erflog die FG Oerlinghausen (NW) mit 316,48 Speed. Vom Vorbereitungswettbewerb in Klix kehrte Michael Buchthal mit dem 7. Gesamtplatz (1454 Punkte) unter 31 Standardklasse Teilnehmer/innen zurück. Der Wettbewerb litt unter schlechten Wetterbedingungen, so konnte in der Standardklasse nur dreimal geflogen werden. Den ersten Wertungsflug über 250 km meisterte Buchthal mit seinem Discus 2ax mit Tagesplatz 16 und 98,57 km/h. Nur zwei Teilnehmer schafften am 2. Flugtag die Heimkehr. Buchthal kam nahe an Klix heran, musste aber nach 150,5 km <ußenlanden. Mit Tagesplatz 6 war er aber im Spitzenfeld dabei. Nochmals Tagesplatz 6 erflog er am 3. Flugtag.Die 245,5 Km Flugaufgabe bewältigte Buchthal indem er 83,89 km/h vorlegte. Den Wettbewerb gewann Peter Pollak (Discus 2a) mit 1595 Gesamtpunkten. Der Musbacher Spitzenpilot hofft, das sich das Wetter bis zur kommenden Segelflug -DM in Zwickau (20.05-31.05.2019) stabilisiert, damit die Piloten homogene Aufwindverhältnisse vorfinden können. Die Konkurrenz ist hart. Im ersten Drittel ist jeder für einen Deutschen Meister Titel gut. Bei mittlerweile selbst im Segelfliegen Sekundenentscheidung, qualifizieren jedoch nur zwei Piloten zur nächsten Segelflug-WM in Frankreich.

Runde 4 der 2. Segelflugbundesliga. 1.FG Oerlinghausen (NW) 316,48 Speed/20 Punkte.2.AC Bad Nauheim (HE) 305,83/19. 3. AC Schweinfurt (BY) 302,09/18. 19. FG Freudenstadt (BW) 123,93/2.

Laufende Gesamtwertung der 2. Segelflugbundesliga nach Runde 4. 1. AC Bad Nauheim (HE) 63 Punkte. 2. FC Eichstätt (BY) 56. 3. HAC Boberg (HH) 52. 22. FG Freudenstadt (BW) 10.

Bilder und Text Lothar Schwark