Abschlussbericht 2. Segelflugbundesliga und U 25 Wertung 2025

Aufstieg um einen Punkt verfehlt

Von Lothar Schwark

Nach einer spannenden Finalrunde haben die Aufwindjäger der Fliegergruppe Freudenstadt den Wiederaufstieg in die Segelflugbundesliga um einen Platz verfehlt.  Mit Rundenplatz 7 und 271,20 Speed fehlten genau ein Punkt um noch Aufstiegsplatz 7 zu erreichen. Lange sah es am 2. Ligatag (Sonntag) danach aus, dass Freudenstadt den 7. Gesamtplatz hält. Schlussendlich hatte der FSC Giebelstadt mit 277,20 Speed doch noch die besseren Karten, um sich in der Tageswertung einen Platz vor Freudenstadt zu setzen. Damit war der Weg für die FG Leibertingen frei, die Freudenstadt auf Gesamtplatz 8 verdrängte. Am Wetter lag es in Rundenwertung 19 nicht. Chancen zu schnellen Flügen waren gegeben. Wie in den Jahren zuvor, bremste die schmale Pilotendecke zum Schluß der Runde, die in Musbach beheimateten Piloten aus.

Richtig ins Zeug legte sich nochmals Frank Popp. Er flog mit einer DG 800S über die zwei Stunden Rundenzeit 97,13 Punkte/106,60 km/h heraus. Dabei war er zwischen dem Odenwald- Südschwarzwald und Alb insgesamt 510 km unterwegs. Ebenso in Bestform zeigte sich Timo Lehrke, der mit einem Mini Nimbus am ersten Ligatag über dem Schwarzwald und Schwäbischer Alb 93,95 Punkte/98,80 km/h herausflog. Gesamt war Lehrke genau 500 km unterwegs. Als drittschnellster Pilot flog Jakob Schick in einer kurzen 202 km Runde 80,12 Punkte/84,93 km/h heraus.

Trotz fünf Nullrunden, die Wetter bedingt und durch Vorbereitungen des Fluggeländes zur Junioren DM zustande kamen, ist Gesamtplatz 8 eine gute Leistung. Acht Mal landete man dazu unter den Top Ten. Schlechter als Tagesplatz 18 war man nicht. Die leichte Enttäuschung wird sich legen. Im nächsten Jahr greift man wieder an. Herauskristallisiert hat sich, dass die Jugend weiter zulegt. Folgende Piloten waren zumindest einmal in einer Rundenwertung platziert. Mit jugendlichem Elan punkteten Marven Gründler und Jakob Schick gleich neunmal. Als erfahrener Senior war Frank Popp vier Mal unter den drei schnellsten Freudenstädter. Michael Buchthal (3), Reiner Haist (2), Martin Pollex (2), Martin Haug (2), Timo Lehrke (1), Max Zeffler (1), Tobias Abraham (1), Hannes Deuble (1), Joachim Treier (1), Jann Heritier (1), Anton Harzer (1).

Zulegen konnte man in der U 25 Wertung. In Rundenwertung 19 der U 25 erzielten Jakob Schick Discus 2b (80,12 Punkte/84,93 km/h) und Martin Pollex Ventus C 17,6 m (72,30 Punkte/79,89 km/h). Auch Hannes Deuble und Daniel Nehajcik schafften einen U 25 Flug. In der Gesamtwertung musste Freudenstadt nur das SFZ Königsdorf ziehen lassen. Gegenüber dem Vorjahr konnte man sich in der U 25 um einen Platz verbessern. Hier zeichnet sich für die kommenden Jahre ein großes Potential ab, da die Piloten und Pilotinnen bis zum 25 Lebensjahr antreten können. Mit der Teilnahme an Wettbewerben, wie Trainingslehrgängen steigt die Erfahrung dazu mit jedem Jahr an.

Runde 18 der 2. Segelflugbundesliga und U25 Wertung 2025

Aufstieg in Griffweite

Von Lothar Schwark

Mit Rundenplatz 12 und 104,84 Teamspeed in Rundenwertung 18 sicherten sich die Aufwindjäger der Fliegergruppe Freudenstadt die Chance in die Segelflugbundesliga zurückzukehren. Vor Abschlussrunde 19 der 2. Segelflugbundesliga hat man sich mit Gesamtplatz 7 in die Aufstiegsränge vor geflogen. Alles kommt nun auf die letzte Ligarunde an. Nur mit zwei Punkten Abstand lauert die FG Leibertingen auf ihre Chance. Auch der LSG Isny Rotmoss hat mit fünf Zählern Abstand noch die Möglichkeit ins Oberhaus zurückzukehren.

In Musbach war der Adlerhorst bedingt durch die urlaubsbedingte Abwesenheit vieler Ligastürmer nahezu ausgeflogen. Auch zeigte sich das Wetter von seiner launischen Seite. Der Samstag war rund um Musbach, auf der Alb und in Oberschwaben so gut wie nicht fliegbar. Bessere Bedingungen versprach der Segelflugwetterbericht für Ligatag 2. Doch der Sonntagmorgen dämpfte mit einer 8/8 Hochnebeldecke, die Hoffnung auf schnelle Flüge. Nur zögernd bildeten sich gegen Mittag einzelne Kumuluswolken.

Als erfahrener Thermikfuchs rüstete Frank Popp seinen Wolkenrenner DG 800S auf. Kaum in der Luft, musste er feststellen das das Wetter bei weiten nicht so gut war, wie vorausgesagt. Bei einer Wolkenbasis von nur 1400-1500 Meter NN (Meereshöhe) blieb nur eine Arbeitshöhe von rund 700 Meter über Grund. Nicht viel, wenn man über teils unlandbaren Gebieten  des Schwarzwalds unterwegs ist. Zudem wurde die Thermiksuche durch die sich ausbreitende Wolkendecke erschwert, da damit der Motor der Segelflieger, „die Sonne“, abgewürgt wurde. Für Popp sprangen noch 45,4 Punkte/49,83 km/h heraus (Gesamt 145,52 km), was die Schwierigkeit der Wetterlage belegte. Von der Jugendlichen Seite war Martin Pollex mit vollem Elan auf einem Ventus C 17,6 m mit 59,44 Punkte/65,68 km/h dabei (Gesamt 172 km). Durch seine sportliche Einstellung sicherte er eventuell der Fliegergruppe Freudenstadt den Aufstieg.

Wie schwierig Runde 18 war, belegt die Tatsache, dass nur acht Vereine drei Piloten, vier Vereine zwei Piloten und neun Vereine je einen Piloten ins Rennen schickten. In der U 25 Liga flog Pollex den siebten Platz in der Tageswertung heraus. Damit dürfte Freudenstadt in der U25 Abschlussrunde der 2. Platz in der Endwertung nicht mehr zu nehmen sein. Leistungsflugreferent Popp hofft, dass in der Schlussrunde die Personaldecke wieder anwächst, und die Motivation der Aufwindjäger ungebrochen bleibt.