Sportkreisehrung für Karl Pfau

Silberne Ehrennadel des WLSB für langjähriges Engagement

Von Lothar Schwark

Eine besondere Auszeichnung erhielt Karl Pfau im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Fliegergruppe Freudenstadt: Für sein langjähriges und herausragendes Engagement wurde ihm die Silberne Ehrennadel des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) verliehen.

Nach 22 Jahren ununterbrochener Tätigkeit als zweiter Vorsitzender übergab Pfau sein Amt in jüngere Hände. Als „gute Seele des Vereins“ hat er die Fliegergruppe Freudenstadt über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt. Diese Verdienste blieben auch dem Sportkreis Freudenstadt nicht verborgen: Vizepräsident Uwe Beyer ließ es sich nicht nehmen, die Ehrung persönlich vorzunehmen.

Engagement weit über das Übliche hinaus

In seiner Laudatio würdigte Beyer insbesondere Pfaus außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. Er sei stets ein ausgleichender und verlässlicher Faktor im Verein gewesen. Pfau engagierte sich nicht nur organisatorisch, sondern auch aktiv im Flugbetrieb. Als Schlepppilot war er – oft auch unter der Woche – regelmäßig im Einsatz, um Vereinsmitglieder und Gastpiloten mit Motorflugzeug oder Ultraleichtflugzeug in die Luft zu bringen. Damit ermöglichte er vielen Piloten erst die Grundlage für erfolgreiche und punktreiche Flüge. Auch die Betreuung von Gästen am Flugplatz lag ihm besonders am Herzen – sowohl am Boden als auch in der Luft. Zahlreiche Fluggäste konnten mit ihm eindrucksvolle Rundflüge über den Schwarzwald erleben.

Technisches Geschick und Organisationstalent

Neben seiner fliegerischen Tätigkeit brachte Pfau auch sein handwerkliches Können in den Verein ein. Als Elektromeister kümmerte er sich um zahlreiche technische Herausforderungen und sorgte dafür, dass die Infrastruktur des Vereins reibungslos funktionierte. Zudem organisierte er während seiner Amtszeit zahlreiche Vereinsveranstaltungen – insbesondere im Bereich Catering und Infrastruktur – und trug damit wesentlich zum aktiven Vereinsleben bei.

Auch überregional ist Pfau ein geschätzter Pilot: So ist er regelmäßig bei den Flugtagen in Kehl-Sundheim im Einsatz. Unvergessen bleibt für ihn ein besonderer Flug, bei dem er eine historische Minimoa – ein Segelflugzeug aus den 1930er-Jahren – von Kehl-Sundheim zur Hahnweide bei Kirchheim unter Teck schleppte.

Blick in die Zukunft

Ganz auf das Fliegen verzichten wird Karl Pfau auch künftig nicht. Allerdings möchte er sich künftig stärker seiner Familie sowie seinem Amt als Ortsvorsteher von Schömberg (Loßburg) widmen.

Bedeutung des Ehrenamts

In seiner Ansprache hob Uwe Beyer zudem die große Bedeutung des Ehrenamts hervor. Die Fliegergruppe Freudenstadt sei ein herausragendes Beispiel für funktionierende Vereinsarbeit. In den vergangenen Jahren habe der Verein zahlreiche bedeutende Veranstaltungen ausgerichtet – darunter Weltmeisterschaften, Junioren-Weltmeisterschaften, Landesmeisterschaften sowie Qualifikationswettbewerbe zur Grand-Prix-Serie. Auch die Durchführung des Deutschen Segelflugtages zeuge von hoher Professionalität und starkem Zusammenhalt im Verein. Dadurch habe sich der Flugplatz Musbach weit über die Region hinaus einen Namen gemacht.

Besonders hob Beyer die Jugendarbeit hervor: Bereits ab 14 Jahren können Jugendliche mit dem Segelfliegen beginnen. Oft sei zu hören:
„Papa, bringst du mich zum Segelflugplatz – fliegen kann ich dann schon alleine.“

Abschließend betonte Beyer: Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre der Vereinssport – egal in welcher Disziplin – weder heute noch in Zukunft möglich.