Runde 9 der 2. Segelflugbundesliga FG Freudenstadt 2022

Ester Aufstiegsplatz in greifbarer Nähe

Von Lothar Schwark

Bei bestem Segelflugwetter flogen die Piloten der Fliegergruppe Freudenstadt mit 298, 97 Teamspeed einen passablen 7.Platz in Rundenwertung 9 der 2. Segelflugbundesliga heraus. Gepunktet wurde von den Flugplätzen Zwickau, Musbach und Winzeln-Schramberg. Den schnellsten Flug für Freudenstadt legte Michael Buchthal auf Discus 2a bei der Segelflug- DM in Zwickau vor. Zu fliegen war ein 486 km Dreieck von Zwickau über Suhl und Waidhaus zurück nach Zwickau. Für die 2:30 Stunden der Ligawertung sprangen 105,11 Punkte/111,42km/h heraus.

Als echter Langstreckenspezialist flog Hansjörg Rothfuß auf der DG 800 B/18m 97,96 Punkte/ 111,19 km/h für die Ligawertung heraus. 867 Flugkilometersprechen für Rothfuß, der die guten Bedingungen über dem Schwarzwald und bis zur Ostalb nutzte. Timo Lehrke, der auf LAK 17C FES 18m an den Süddeutschen Segelflugmeisterschaften in Winzeln-Schramberg teilnimmt, flog  für die Liga 95,89 Punkte/108,84 km/h heraus. Weitere Flüge absolvierten Martin Haug DG 800B/18m von Oppenheim aus mit 616 km. Christof Geißler absolvierte mit der HPH 304 S Shark von Musbach 495 km, Rainer Haist war mit Co. Marven Gründler im Duo Discus über 482 km unterwegs. Erstmals knackte Jann Heritier mit dem Discus 2b, die magische 500er Grenze (527 km). Bruder Tim Heritier erflog auf Discus 310 Km. Für den Scheinneuling eine reife Leistung. Wolfgang Haug flog auf Discus 301 km heraus.

Gut lief es für Buchthal bis zum 3. Wertungsflug in Zwickau. Im starken Feld erflog er sich am dritten Wertungsflug Tagesplatz 2., und lag dazu auf Gesamtplatz 2. Ein Schnitt von 110,41 Km/h über 421 km brachte am darauffolgenden vierten Wertungstag nur den undankbaren 27 Tagesrang (761 Tagespunkte). Damit viel der Baiersbronner in der Gesamtwertung auf Rang 8 zurück (3964 Punkte). Um das Siegerpodest zu erreichen fehlen auf Rang 3 gerade 145 Zähler. Im engen Feld hat Buchthal noch drei Flugtage um aufzuholen. Da die Leistungsdichte in der Standardklasse sehr hoch ist, wird der kleinste Ausrutscher mit herben Punktverlusten bestraft.

Nicht gut läuft es zur Zeit für Timo Lehrke bei den Süddeutschen Segelflugmeisterschaften. Seine beste Platzierung erflog er am 2. Flugtag mit Tagesrang 22. Beim ersten Luftrennen musste Lehrke nach 585 km bei Gammertingen sein FES (elektrischer Batterieantrieb) aktivieren damit war der Flug beendet. So vermied Lehrke eine Außenlandung, um die restlichen 57 km der auf 642 km angesetzten Flugaufgabe im Kraftflug zu meistern. Nach 317 km endete Wertungstag 3. Angesetzt waren 398 km. Nahezu jedes Segelflugzeug in der 18 Meter Klasse hat mittlerweile einen Hilfsmotor, um eine Außenlandung zu vermeiden.  Noch fünf Flugtage bleiben Lehrke um Punkte gutzumachen, um den Tabellenkeller zu entkommen. Doch bei allem sportlichen Geschehen, genießt Lehrke jeden Flug.

Inzwischen hat sich die Fliegergruppe Freudenstadt in der 2.Liga auf den laufenden 8. Gesamtplatz vorgearbeitet. Aktuell fehlen nur vier Punkte auf den ersten möglichen Aufstiegsplatz (Platz 7). Selbst Rang sechs liegt mit 10 Punkten Rückstand in erreichbarer Ferne. Euphorie kommt bei den Freudenstädter Piloten nicht auf. Sie wissen zu genau, das erst in Runde 19 abgerechnet wird.

Runde 8 der 2. Segelflugbundesliga FG FDS 2022

Michael Buchthal fliegt wertvolle Punkte heraus.

Von Lothar Schwark

Glück beim Wetterpoker hatten die Aufwindjäger der Fliegergruppe Freudenstadt in Runde 8 der 2. Segelflugbundesliga. Nachdem der erste Ligatag in Freudenstadt mit einer kräftigen Kaltfront und Blitz und Donner eingeläutet wurde, sah es anfangs danach aus dass dieser Tag nicht fliegbar ist. Doch gegen 15.00 Uhr machte das Wetter deutlich auf, konnte von Musbach aber nicht mehr genutzt werden, da die Überlandflugpiloten ihren Dienst als Flugleiter, Fluglehrer und Windenfahrer ableisten mussten. Am Abend ging man schon von einer Nullpunkte Wertung aus, da Ligatag zwei (Sonntag) in Baden Württemberg nicht fliegbar war.

Die Wende brachte Michael Buchthal, der vom 06.-17. Juni an den Deutschen Meisterschaften in Zwickau in der Standardklasse teilnahm. Dort kam das schlechte Wetter erst am späteren Sonntagnachmittag an, und so konnte der Baiersbronner diesen Tag noch für einen Trainingsflug nutzen. Damit war die Wertung in der 2. Segelflugbundesliga mit 68,18 Punkte/72,72 km/h und Rundenplatz 10 mit 11.Punkten gesichert. Da nur 16 Vereine das schwierige Wetter nutzen konnten, erzielte Buchthal 11 Tagespunkte, womit einmal mehr belegt wurde, das es sich lohnt auch bei schlechten Wetter auf Strecke zu gehen. So gilt in der 2. Segelflugbundesliga schon lange der Leitspruch, das Meister bei schlechten Wetter gemacht werden.

In Zwickau flog Buchtal am ersten Wertungstag einen guten neunten Tagesrang mit 95,01 Km/h (616 Punkte) unter 35 Piloten heraus. Tagessieger Simon Briel (Discus 2a) bewältigte  die 227 km Flugstrecke mit einem Schnitt von 110,91 Km/h(698 Punkte).