Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung

FAI Grand Prix Germany wurde Renner der Saison

Fliegergruppe Freudenstadt wieder mit reichlichen Aktivitäten dabei. Schlechtes Frühjahr und Frühsommer bremste Flieger öfter aus.

Von Lothar Schwark

Berichte standen zur Hauptversammlung der Fliegergruppe Freudenstadt im Gasthaus Linde (Lombach) an. Vorsitzender Axel Reich dankte den Mitgliedern für ihre Unterstützung bei den vielfältigen Arbeiten im Verein. Ausgebremst wurden die Flieger anfangs durch schlechtes Wetter bis in den Juni  hinein. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wurde fleißig an der Winde gestartet, um die günstige Windenstartpauschale zu nutzen. Reich ermunterte die Mitglieder viele Trainingsflüge zu absolvieren. So sei es gewährleistet sicher die Anforderungen der verschiedenen Lizenzen zu erfüllen. 2016 hatte die Fliegergruppe wieder zwei Gastgruppen von der FTAG Esslingen und Hagenau (Frankreich)zu Gast, denen es in Musbach sehr gut gefiel. Der internationale FAI Grand Prix Germany war mit sechs Wertungsflügen ein großer Erfolg. Mit dem Motorflugzeug half bei Wettbewerben zum Schleppen in Winzeln, der Hahnweide und auf dem Klippeneck aus. Ebenso war man mit der DR 400 bei den Flugtagen in Kehl vor Ort. Im laufenden Jahr will  die FTAG Esslingen wieder ein Fluglager in Musbach durchführen. Geplant ist wieder die Aktion: „Musbach fliegt“ wo Musbacher Bürgern zum Fliegen eingeladen sind. Der Vorsitzende ermunterte Ideen und Vorschläge einzubringen, um den Flugsport wieder mehr Jugendlichen und Erwachsenen schmackhaft zu machen. So könnte er sich zum Beispiel eine Segelflug AG mit dem Kepler – Gymnasium oder anderen Schulen vorstellen. 2. Vorsitzende Karl Pfau bedankte sich desgleichen bei den Mitgliedern für ihre Mitarbeit. Der Wildschweinzaun ,der über den Winter aufgestellt war, habe wirkungsvoll verhindert, dass die Borstentiere Teile des Fluggeländes umgegraben haben. Einen aufschlussreichen Vortrag über Französische Lufträume hatte Andre Abt von den Fliegern in Hagenau organisiert. Im Juni fand die Aktion: Musbach fliegt, selbst bei schwierigen Wetter eine gute Resonanz. Mit einem Segelflugzeug beteiligte man sich bei der Bürgermesse im Freudenstädter Kurhaus. Ebenso das Highlight war für Pfau der Grand Prix, bei dem sich lobenswert viele ältere Mitglieder mit viel Tatkraft einbrachten. Vom 12 – 16. Juni 2017 plant die Fliegergruppe ein Schnupperfliegen in Musbach. Ebenso hilft man mit der DR 400 wieder bei diversen Wettbewerben aus. Zahlreiche Erfolge listete Leistungsflugreferent Frank Popp auf. So erflog Timo Lehrke mit dem Discus 2b des Vereins bei einem Trainingslager von Neresheim aus den ersten 1000 km Flug mit einem Vereinsflugzeug. Michael Buchthal siegte in der Standardklasse beim Hahnweidewettbewerb. Bei der Quali in Bayreuth qualifizierten sich Buchthal und Lehrke zur Segelflug –DM in Zwickau (2017). 16 Piloten des Vereines nahmen am Online Contest und den Deutschen Meisterschaften im Streckensegelflug teil. In der zweiten Bundesliga konnte man trotz mehrerer Wetterbedingt ausfallenden Runden noch mit Rang 20 dem Abstieg entrinnen. Im Ausbildungsbetrieb absolvierten Ruwen Mutz und Oliver Pfau die Theorie zum Segelflugschein. Ultraleicht- Ausbildungsleiterin Esther Schmalz meldete drei Flugschüler im Ausbildungsbereich. Leider einen Rückgang bei den Jugendlichen verzeichnete Jugendleiter Oliver Pfau. Gut gefallen hat den Jugendlichen ihr Ausflug ins Technikmuseum Speyer. Der Bericht von Flugsicherheitsreferent Armin Bauer brachte zum Ausdruck, dass sich mehr Mitglieder zur Windenfahrerschulung bereit stellen sollten. Geländereferent Jörg Müller dankte allen Mitgliedern, die an der Geländepflege mitwirken. Technischer Leiter Oliver Flachmeyer  gratulierte  Michael Lamparth zum  bestandenen Werkstattleiterlehrgang auf dem Klippeneck. Bevor die Saison zu Ostern offiziell startet, will man einen Geländepflegetag einlegen. Auch ist noch ein Flugsicherheitsabend für die aktiven Piloten geplant.

Leistungsflugreferent Frank Popp (dritter von rechts) überreichte Vorstand Axel Reich die Siegerurkunde der Region Rhein-Neckar-Enz in der Vereinswertung. 2. Vorsitzender Karl Pfau (ganz links) gratulierte Michael Lamparth (ganz rechts) zum bestandenen Werkstattleiterlehrgang auf dem Klippeneck.
Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung

SWR 1 Moderator Thomas Schmidt hebt ab

Viele neue Eindrücke gesammelt. Erlebnisse unvergesslich.

Von Lothar Schwark

Vielen Radiohörern ist Moderator Thomas Schmidt von SWR 1 als beliebter Moderator bekannt. Aktuell moderiert er Sendung „ Schmidts Samstag“. Und im Wechsel mit Barbara Scherer und Stefanie Anhalt Wechsel die Sendung „ Der Nachmittag“ und auch die Rundfunksendung „Kopfhörer“. Mit SWR 4 Redakteurin Friederike Dauser, hat Schmidt noch das Format „Schmidt muss raus“ entwickelt. Hier versucht sich der Moderator vor Ort in anderen Berufszweigen, oder geht anderen Beschäftigungen nach. Nach der Arbeit auf einer Eierfarm, stand jetzt ein Besuch auf dem Fluggelände in Musbach an. „ Ich will mal sehen wie sich das echte Fliegen anfühlt“ schilderte Schmidt seine Eindrücke, bevor er in die Rolle des Flugschülers schlüpfte. Noch in Nebel eingehüllt empfing der Flugplatz den Moderator mit seiner Kolleginn Dauser. Als Empfangskommando stand der 2. Vorsitzende Karl Pfau und Max Kappler bereit. Fluglehrer Lothar Schwark wartete ebenso auf seinen neuen Copilot. Vor dem Fliegen steht erst mal reichlich Arbeit und viele Eindrücke an, wurde dem beliebten Moderator schnell klar. Nach einer ersten Einweisung galt es erst einmal die Segelflughalle auszuräumen. Dort wartete schon die ASK-13 die die Fliegergruppe Freudenstadt als Schulflugzeug benutzt. Das man dabei erst einmal die Schutzbezüge abnehmen muss, neue Kommandos zum Ausräumen der Halle lernen muss, war das erste. Doch auch der gründliche Flugzeugcheck stand an, damit später ein sicherer Flug möglich ist. Das Flugzeug musste mit zwei Fallschirmen versehen werden, die Batterie eingebaut werden usw. Folgend musste Schmidt in Begleitung von Kappler die Querwege absperren und flugs gings zurück zu den Hallen. Dort wartete bereits die DR 400 als Schleppflugzeug und auch hier war viel Handarbeit angesagt, um das Motorflugzeug aus der Halle zu befördern. Folgend als Flächenmann an der ASK-13 war eine Laufeinlage gefragt. „ Puh da geht einem ja richtig die Puste aus“ so der Kommentar von Schmidt, der derweil vor seinem ersten Segelflugstart noch eine kurze theoretische Einweisung, auch über die Stuttgarter Sektoren des dortigen Airports bekam. Gar nicht so leicht den Fallschirm anzulegen und in den vorderen Sitz zu schlüpfen. Das Wetter stellte auf fliegbar um, der Nebel verschwand. Es wurde nur ein kurzer F-Schlepp da die Wolken nur langsam anstiegen. „ Es war ein tolles Gefühl, ganz anders als in einem Verkehrsflugzeug schwärmte Schmidt auch über die butterweiche Landung. „Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt“ so der Moderator nach seinem ersten Segelflug begeistert. Auch Moderatorin Dauser bereute es nicht ihre Flugangst überwunden zu haben. Sie schwärmte ebenfalls über die wunderbaren Eindrücke. Das Ganze ist demnächst auf SWR 1 in der Sendung Schmidts Samstag zu hören. Der genaue Ausstrahlungstermin wird noch bekanntgegeben. Sichtlich zufrieden verkündete das Modertoren Team: „ Wir kommen nächsten Sommer wieder“. Und auch die Fliegergruppe Freudenstadt würde sich freuen wenn sie wieder den einen oder anderen Nachwuchspilot begrüßen zu können. Nach dem Winterschlaf geht es Mitte bis Ende März wieder los und dann beginnt wieder das Spiel mit dem Wind, Thermik und den Wolken. Und bereits ab 14 Jahren kann man mit der Flugausbildung beginnen und nach erfolgter Schulung unter Aufsicht schon alleine fliegen.