Runde 17 der Segelflugbundesliga FG Freudenstadt 2024

In der U25 Wertung läuft es

Von Lothar Schwark

Für die Fliegergruppe Freudenstadt ist der Abstieg zurück in die 2. Segelflugbundesliga nach Runde 17 leider Fakt. In der Segelflugbundesliga konnte man nicht nur wetterbedingt nicht Fuß fassen. Immer wieder hatten die Aufwindjäger unter einer schmalen Personaldecke zu leiden. Zu spüren ist, dass die erfahrenen Piloten nach und nach der Jugend den Vortritt geben. Es bahnt sich langsam ein Generationswechsel an. Rundenwertung 17 schloss die FG Freudenstadt mit Rundenplatz 20 und 274,09 Speed ab. Leider sprang wieder nur ein Trostpunkt heraus.

Während Ligatag 1 von Musbach anfangs noch gut fliegbar war, bremste gegen Spätnachmittag die einfließende Warmluft die Aufwinde immer mehr aus. Das spürte auch Timo Lehrke mit seinem Mini Nimbus als sein Flug nach 489 Km auf dem Flugplatz Münsingen endete. Für die Segelflugbundesliga sprangen in den schnellsten zwei Stunden für Lehrke gute 100,93 Punkte/106,23 km/h heraus. Ebenfalls von Musbach aus flog Constantin Wiegert mit Copilotin Christine Balz auf einem Duo Discus 57,76 Punkte/62,52 km/h heraus. Wiegert hatte noch rechtzeitig auf der Alb gewendet, und meisterte so den Rückflug nach Musbach gesamt 185 km. Bei brütender Hitze und einem azurblauen Himmel ging am 2. Ligatag (Sonntag) von Musbach nichts. Nur 4 Piloten in Baden-Württemberg reichten an diesem Tag einen OLC Flug ein. Hier war eher Badewetter angesagt. Von Grabenstetten aus erflog Marven Gründer mit dem Discus 2b bei der Junioren Quali für die Segelflugbundesliga 95,2 Punkte/100,91 km/h (Gesamt 333km) als zweitschnellster Musbacher Thermikstürmer heraus. Ebenfalls von Grabenstetten flog Anton Harzer mit einem Discus b als drittschnellster Musbacher Pilot 77,97 Punkte/82,06 km/h (Gesamt 319 km) heraus.

Wie schon in den Wochen zuvor läuft es dagegen in der U25 Liga richtig rund. Mit einem Speed von 173,16 Speed flogen Gründler und Harzer in Rundenwertung 17 den 3, Platz heraus. 25 Vereine erzielten in Runde 17 eine Wertung. Damit zog man am FSV Ammerbuch vorbei und belegt nun wieder den laufenden 3. Gesamtplatz. Nun gilt es in den letzten zwei Runden dranzubleiben und eventuell noch den aktuell auf Rang 2 liegenden LSV Bruchsal einzuholen. Wichtig ist es, die Verfolger SFZ Ottengrüner Heide (404 Punkte) und FSV Ammerbuch(402 Punkte) auf Distanz zu halten. Zu hoffen ist das das Wetter am kommenden Wochenende mitspielt. Die Aussichten mit zahlreichen Regenschauern sind dagegen eher nüchtern.

Bilder: Schwark & Aberle

Marven Gründler bei Junioren Quali mit Gesamtplatz 2 dabei

Unsere Junioren erfolgreich auf ihrem ersten Wettbewerb

Von Lothar Schwark

Nach fünf spannenden Wertungsflügen endete in Grabenstetten die Junioren „Quali“ in der Standard- und Clubklasse zur kommenden Junioren-Segelflug-DM im Jahr 2025. Mit dem 2. Gesamtplatz lieferte Marven Gründler von der Fliegergruppe Freudenstadt eine überzeugende Leistung ab. Besser war nur sein Teamflug Partner Jan-Lucas Aberle vom  AC Stuttgart der einen Discus 2ax nutzte. Dessen Rumpf ist speziell für kleinere Piloten ausgelegt. Bedingt durch einen geringeren Rumpfquerschnitt erzeugt der Rumpf der a Version weniger Luftwiderstand als die breitere b Version. Gerade bei langen und schnellen Endanflügen ist der Discus 2ax nicht zu halten. Das musste auch Gründler mit der b Version spüren. In der Endabrechnung fehlten ihm 56 Punkte zum Sieg.

Größte Strecke in der Standardklasse war beim zweiten Wertungsflug eine 356 Km Flugaufgabe über mehrere Wenden. Diese meisterte Gründler mit einem Schnitt von 102,08km/h (996 Punkte) während Aberle mit 102,75 km/h (1000 Punkte) einen Hauch schneller war. Nochmals gutes Wetter brachte das Schlussrennen des 5. Wertungsflug über 307.71 km. Hier war taktisches Fliegen angesagt um die Konkurrenz in Schach zu halten. Bei noch guter Kumulusbewölkung flog Gründler mit 89,93 km/h den 6. Tagesplatz heraus. Diesmal war Aberle mit 89,84 km/h den Hauch eines Punktes langsamer. Ansonsten wurde bei eher schwierigem Wetter drei AAT Aufgaben mit Flugzeiten von 1:45 -2:00 Stunden vorgegeben. Bei den AAT werden mehrere Wendekreise ausgeschrieben. Die können nur angekratzt oder ausgeflogen werden. Wichtig ist es wenn machbar die vorgegebene Flugzeit nicht zu unter oder überschreiten. Hier ist die Kreativität der einzelnen Piloten gefragt.

Ansonsten war Gründler mit Tagesplatzierungen 2-6 dabei. Auf jeden Fall hat der 17-jährige belegt das in der Wettbewerbsszene auch in Zukunft mit ihm zu rechnen ist. In der Clubklasse flogen Jakob Schick und Anton Harzer von der FG Freudenstadt ihren ersten größeren Wettbewerb aus.  Dabei machte Schick mit dem Vereins-Discus CS WL mit weiteren 14 Bewerbern bei einer Außenlandung ihren eigenen Flugplatz auf.  Im Segelflug sind Außenlandungen nichts Außergewöhnliches. Landungen auf Feldern sind nicht wie oft vermutet Notlandungen, sondern kontrollierte Landungen auf Wiesen oder Äckern, wenn der Pilot keinen Flugplatz mehr erreichen kann. Abgesoffen heißt das im Fliegerlatein.

Die 366 km Flugaufgabe meisterte Schick mit einem guten Schnitt von 83,05 km/h und Rang 16. Harzer war mit Tagesplatz 21 und 81,7 km/h dabei. Harzer erflog am 3. Wertungsflug bei einer 2 Stunden AAT Aufgabe mit 150,69 km den 9. Tagesplatz. Schick musste sich nach 42,57 km mit Tagesplatz 22 zufriedengeben. Wertungsflug 5 über 304 km schloss Schick mit Tagesplatz 11 und 78,88 km/h 871 Punkte ab. Damit machte er in der Gesamtplatzierung noch 6. Plätze gut. Harzer wurde am letzten Wertungsflug von der einfließenden Warmluft eingeholt. So endete sein Flug nach 288 km/586 Punkte auf dem Fluggelände Berneck. Insgesamt können sich die drei Musbacher Junioren über einen gelungenen Wettbewerb freuen. In seinem Resümee blickt Gründler auf einen gelungenen Wettbewerb zurück. Neben dem Fliegen hat am Abend auch das gemeinsame Fußballspiel auf dem Fluggelände Freude bereitet. Außerdem war das gemeinsame Miteinander cool. Ein Dank der Jungpiloten ging an die Fliegergruppe Freudenstadt, die alle drei Vereinsflugzeuge zur Verfügung stellte. Derzeit finden die Junioren in Musbach nahezu optimale Bedingungen vor.

Bilder: Jakob Schick