Runde 17 der 2. Segelflugbundesliga und U 25 Wertung 2025

Nach zwei Nullrunden wieder in den Punkterängen

Von Lothar Schwark

Nach zwei Wetterbedingten Nullrunden meldeten sich die Aufwindjäger der Fliegergruppe Freudenstadt in Rundenwertung 17 mit 141,2 Speed und Platz 15zurück. Noch zwei Runden bleiben, um sich vom 8 Gesamtplatz, auf einen der sieben Aufstiegsplätze der Segelflugbundesliga vor zufliegen. Realistisch ist selbst noch Gesamtplatz 5 drin, den aktuell die FG Leibertingen mit sechs Zähler Vorsprung (derzeit 151 Gesamtpunkte) hält. Bis auf Rang 7 den aktuell das Isar Segelflug Team aus Bayern hält, fehlen den Freudenstädtern nur drei Punkte. Die sind normalerweise an einem guten Tag aufzuholen, wobei die Mitbewerber natürlich ebenso nach den Aufstiegssternen greifen werden.

Am ersten Ligatag war nach der vorangegangenen Junioren-DM in Musbach noch viel Arbeit angesagt. So musste der gesamte Flugzeugbestand, der während der Meisterschaft in den Flugzeughängern schlummerte, wieder aufgebaut werden. Zudem war die Zahl der Piloten für heimische Ligaflüge durch Krankheit oder Urlaub stark geschrumpft. Zu guter Letzt machte die Technik noch Constantin Wiegert und Martin Pollex einen Strich durch die Rechnung: ihre Flüge konnten nicht ausgelesen werden oder wurden vom Logger nicht aufgezeichnet. Damit konnten ihre Strecken nicht für die 2. Liga gewertet werden. Ein Platz unter den Top Ten, wäre in Runde 17 machbar gewesen.

Als langjährig erfahrener Überlandflieger flog Frank Popp mit einer DG 800 S für die zwei Stunden Ligawertung 75,24 Punkte/ 82,57 km/h heraus. Gesamt erflog er 248 km. Das ganze bei eher kleinräumigen Wetterbedingungen. Als zweiter Freudenstädter Pilot erzielte Max Zeffler auf Mini Nimbus 68,97 Punkte/ 69,44 km/h. Gesamt legte er 203 km zurück. Ab Winzeln nahm laut Popp die Flugsicht in der milchigen trüben Sicht Richtung Südschwarzwald ab. Darauf wollten sich die Freudenstädter Piloten nicht einlassen. Weitere Mitbewerber die den Südschwarzwald in Angriff nahmen, mussten zumindest auf dem Heimflug den Hilfsmotor zünden.

„Insgesamt war der Tag nicht toll“ berichtet Popp, der sich dennoch freute, nach 14 Tagen mehr als schlechten Wetter, endlich mal wieder Luft unter den Flügeln zu spüren. In den letzten zwei Runden möchten zumindest die Freudenstädter Junioren in der U25 Wertung den 2. Platz halten. Der SFZ Königsdorf dürfte in den beiden Schlussrunden nicht mehr einzuholen sein. Das Rennen zwischen Platz 2 und 3 bleibt offen. Mit nur 11 Punkte Rückstand, kann der LSV Bruchsal die Musbacher Thermikstürmer noch einholen.

Abschluss Junioren- Segelflug- DM in Musbach 2025

Ortsfestes Höhentief bremst Junioren- Segelflug-DM aus

Von Lothar Schwark

Es hat nicht sollen ein. In Musbach ging am 2. August die Junioren-Segelflug-DM der Club- und Standardklasse ohne gültigen Wertungsflug zu Ende. So entschloss sich Wettbewerbsleiter Axel Reich mit Sportleiter Michael Buchthal, die Meisterschaft bereits am 2. August zu beenden. Damit wollte man Teilnehmern aus Nord- und Ostdeutschland eine frühere Heimfahrt ermöglichen. Immerhin mussten die 75 Teilnehmer und ihre Mannschaftshelfer/innen mit den Unbilden der Natur kämpfen. Vergnügungssteuerpflichtig war das Ganze nicht.

Für Walter Hermann war es zwischenzeitlich der 52. Wettbewerb den er als Wettbewerbsmeteorologe begleitete. An solch eine festgefahrene Wetterlage konnte er sich nicht erinnern. Spielverderber war ein nahezu Ortsfestes Höhentief über Mitteleuropa. Das steuerte immer wieder Fronten mit feuchter Luft ins Meisterschaftsgebiet. Kurze sonnige Lücken wurden mit hoch reichender Bewölkung und oft 8/8 Bewölkung garniert.

Versucht hat man es zumindest am 29. Juli als man in der Clubklasse eine 2:45 Stunden Aufgabe ausschrieb. Sechs Piloten überflogen mit 169-189 Km die geforderte 100 Km Grenze der Clubklasse. Das restliche Startfeld musste sich mit Strecken von 4,51 Km bis 64,84 km begnügen. So wurden die geforderten 25 Prozent der Piloten über 100 km nicht erreicht. Nicht besser ging es den Standardklasse Piloten. Bei der auf 1:30 Stunden Flugaufgabe verkürzten Aufgabe knackten nur 3 Teilnehmer mit Strecken von 126,77 km bis 132,01 km die geforderte 120 Km Mindeststrecke.  Nochmals wurde am 31. Juli in beiden Klassen eine Tagesaufgabe ausgeschrieben. Das sehnsüchtig erwartende Zwischenhoch brachte nur wenig Thermik. Nach ersten Starts gegen 15:50 Uhr Ortszeit musste Sportleiter Buchthal den Tag neutralisieren.  Die geschleppten Segelflugzeuge hielten sich nur mühselig in der Luft.

Am Abschlussabend konnte Wettbewerbsleiter Axel Reich durchaus mit den Teilnehmern mitfühlen. Schließlich hatte er 1987 bei der Junioren-Segelflug-DM in Meschede-Schüren dasselbe erlebt. Da flog man den ersten Tag, um danach 13 Tage im Regen zu sitzen. Sein Dank ging nochmals an alle Mitglieder der Fliegergruppe Freudenstadt, die tatkräftig mitwirkten, wie auch an alle Schlepppiloten der befreundeten Vereine. Grußworte für die Segelflug Kommission des Deutschen Aeroclub übermittelte Christof Geißler, der den Teilnehmern ein außergewöhnliches Durchhaltevermögen bescheinigte. Sportleiter Michael Buchthal bedankte sich nochmals bei allen die im Vorfeld bei der Vorbereitung mitgeholfen haben, darunter Hans-Jörg Finkbeiner, Markus Deck und dem SV Musbach.

Zumindest als Erinnerung erhielten alle Pilotinnen und Piloten eine Urkunde für den leider nicht gewerteten Wertungsflug. Viel Beifall erhielten Kim Hetzel und Oskar Haug, die als Social Media Team mit kurzen Filmen die Laune hochhielten. Auch sonst wurde dem gesamten Helferteam der Fliegergruppe Freudenstadt nochmals für ihren Einsatz gedankt. Für den Deutschen Aero Club gab Serena Triebel das neue C-Kader bekannt.

Da Musbach keine Ergebnisse brachte, wurden die Piloten nach der Rangliste der Wettbewerbe 2024/2025 benannt. Für den DAeC fliegen Patrick Benoist, Jens Kammerer und Nuno Ferreira die Junioren-WM in der Standardklasse in Aalen-Elchingen mit. In der Clubklasse treten Nils Zitzelsberger, Florian Kraja und Felix Kreis an. Bescheinigt wurde der Fliegergruppe Freudenstadt von mehreren Seiten dass die Meisterschaft perfekt vorbereitet war.