Wanderung Fliegergruppe Freudenstadt 2022

Auf Schusters Rappen unterwegs

Von Lothar Schwark

Auf Schusters Rappen begaben sich Anfang November die Mitglieder der Fliegergruppe Freudenstadt und Renchtal. Die abwechslungsreichen Strecken hatte der Vorsitzende der Fliegergruppe Renchtal Klemens Schmiederer mit einer Wanderapp zusammengestellt. Dank der App wusste man genau, wo man ist und wie es weitergeht, bestätigte auch der 2. Vorsitzende der FG Freudenstadt Karl Pfau. Er hatte ebenso seine Fliegerkameradinnen und Fliegerkameraden motiviert, um einmal den Nordschwarzwald aus der Bodensicht zu genießen. Zuvor hatte er die Wanderstrecke schon mal getestet, um sich einen Einblick zu verschaffen. Insgesamt 28 Teilnehmer machten sich mit dem Freizeitbus oder Fahrgemeinschaften von Freudenstadt oder Oberkirch auf den Weg. Das muss auch Petrus mitbekommen haben, denn nach und nach ließ der Regen vor der Wanderung nach. Trockenen Fußes machte man sich vom Startpunkt Zuflucht auf den Weg. In den ersten drei Stunden gings von der Zuflucht zum Buhlbachsee- Lotharpfad – Buchkopfturm und weiter zur Renchtalhütte. Danach hatte man 12,9 km geschafft, oder in den Füßen. 300 Höhenmeter gings bergauf, noch mehr spürte man die 500 Meter bergab. „Es war teilweise eine anspruchsvolle Strecke auf schmalen, steilen Pfaden, insgesamt aber sehr, sehr schön“ waren sich die Flieger einig. Einige Teilnehmer nutzten nur die rund 4,5 Kilometer von der Zuflucht zur idyllischen Renchtalhütte. Bei der Einkehr in der Renchtalhütte genoss man eine stärkende Vesper. In gemütlicher Runde gab es nicht nur Fliegerlatein. Auch die Angehörigen kamen auf ihre Kosten. Fliegen verbindet, waren sich die Wandersleute sicher. Jung und Alt hat es sehr viel Freude bereitet. Zufrieden ging man den Heimweg an. Nochmals dankte Pfau im Namen aller Schmiederer und den Renchtaler Fliegern für einen gelungenen Wandertag. Einig war man sich, auch im kommenden Jahr neue Wanderstrecken im Nationalpark Schwarzwald anzugehen. Zuvor möchte man jedoch im kommenden Sommer wieder die starken Aufwinde über dem Naturparadies ausfliegen, und dabei unvergleichliche Ausblicke erleben.

Segelfliegertag in Koblenz besucht

Von Lothar Schwark

Freudenstadt. Unlängst fand der Deutsche Segelfliegertag in Koblenz statt. Mehre Mitglieder der Fliegergruppe Freudenstadt reisten zum Teil in Fahrgemeinschaften an, um sich über aktuelle Themen im Segelflug zu informieren. Den Luftweg nutzte der 2. Vorsitzende Karl Pfau. Mit der schnittigen Vereins Dynamic (Ultraleichtflugzeug) brauchte er gerade 1.06 Stunden von Musbach zum Rhein. Vom Flugplatz Koblenz gings mit dem Taxi zur Rhein-Mosel Halle. Der Fahrer des Taxis war ein rüstiger Senior, der voller Stolz erklärte, dass er alle Standorte noch ohne Navi findet.

Während Christof Geißler von der FG Freudenstadt als Segelflugreferent des Baden-Württembergischen Luftfahrtverband und Beisitzer im Vorstand der Deutschen Segelflugkommission vom DAeC vor Ort waren, reiste Vorsitzender Axel Reich an, um den Vertrag für den Deutschen Segelfliegertag 2023 am 04.November im Kurhaus und Kongresszentrum Freudenstadt zu unterschreiben. Damit richtet die Fliegergruppe Freudenstadt bereits zum dritten Mal einen Deutschen Segelfliegertag aus. Das haben bis jetzt nur sehr wenige Vereine geschafft. Gerade bei den Ausstellern wird das Freudenstädter Kurhaus und Kongresszentrum für seine einmalige Atmosphäre mit genügend Raumverhältnisse geschätzt.

In ihrem Gastvortrag informierte die Leiterin des ZDF Wetterteam Katja Horneffer über Auswirkungen des Klimawandel. Ihr viel beachtetes Thema lautete: „Wenn die Arktis die Tropen trifft – wie wir klimafreundlich handeln in Krisenzeiten“. Zur Sprache kamen die Entwicklung, wie auch „Elektrische Antriebe im Segelflug“ (Selbststarter und Hilfsmotoren). Mehrere Förderpreise und die Piloten, die Förderflugzeuge im Jahr 2023 fliegen dürfen, wurden wie ebenfalls die Förderpreise von der Traditionsgemeinschaft „Alte Adler“ bekanntgegeben. Beim Segelfliegertag konnte man manchen prominenten Weltrekordler wie zum Beispiel Klaus Ohlmann begrüßen. Ohlmann hält mit 3008 km immer noch den Weltrekord über den größten Streckenflug der bis jetzt absolviert wurde. Aufgestellt wurde diesen Fabelweltrekord in Argentinien, erflogen in hoch reichenden Wellenaufwinden der Anden.

Mit reichlich neuen Eindrücken machten sich die in Musbach beheimateten Pilotinnen und Piloten auf den Heimweg. Pfau hatte Glück. Diesmal nahmen ihn Kameraden zum Flugplatz mit. Mit seinem gerade einmal 14 Jahre alten Copilot Siheng Yang genoss er nach dem Start nochmals die Sicht auf Vater Rhein, um dann mit großen Vorsprung vor seinen Erdgebunden Kameraden in Musbach auf der Piste 17 einzuschweben.