Alleinflug in Musbach

Julian Muss fliegt frei

Auch in dieser Saison konnten Flugschüler die Alleinflugreife erlangen. Am 13. September war es für unseren Flugschüler Julian Muss soweit – er durfte alleine im Schulungsflugzeug ASK13 an den Windenstart gehen. Es folgten drei erfolgreiche Alleinflüge und am Abend die obligatorische Prozedur, welcher man sich als Alleinflieger unterziehen muss. Abkühlung inklusive 🙂

Bilder Lothar Schwark

Abschlussbericht Runde 13 der 2. Segelflugbundesliga 2020

FG Freudenstadt erreicht Tabellenplatz 15

Von Lothar Schwark

„Am Ende haben wir uns in dieser Saison für unsere Verhältnisse gut geschlagen und können uns mit dem Mittelfeld zufrieden geben“. Dieses Resümee zog Martin Haug von der Fliegergruppe Freudenstadt zum Abschluss der diesjährigen, durch Corona, verkürzten 2. Segelflugbundesliga. In Schlussrunde 13 flog Haug nochmals drei Punkte für die Fliegergruppe heraus. Dabei hob er im Rheinhessischen Oppenheim ab. Bei zufriedenstellenden Aufwindbedingungen sprangen über dem Rheintal zwischen Odenwald und Pfälzer Wald in 2:27 Minuten 75,23 Punkte/80,51 km/h heraus. Der erste Aufwind brachte 3 Meter/Sek, der Wind war mit 35 km/h aus Südwest aber sehr kräftig. „Nicht jeder Aufwind war gut zu erwischen und dazu ruppig. „Die ersten 50 km waren gegen den Wind eher mühsam“ berichtet Haug, der 2020 sieben Mal zu den drei schnellsten Aufwindjägern in den zurückliegenden Runden wurde. Sechsmal war Michael Buchthal unter den besten drei Piloten dabei. Er erflog in Runde 8 mit 126,2 km/h in 2:30 Stunden den schnellsten Schnitt der in Musbach beheimateten Aufwindexperten. In Runde 7 brachte es Christof Geißler auf 124, 2 km/h. Er platzierte sich drei Mal in den Ligarunden. Als zuverlässiger Punktelieferant war Timo Lehrke sechs Mal unter den drei schnellsten Freudenstädter Ligapiloten zu finden. Weiter platzierten sich: Constantin Wiegert (3), Tilman Fuchs (2), Frank Popp (2), Joachim Treier (1), Axel Reich (1). Mit Rundenplatz 4 erflog man in Runde 8 die beste Platzierung. Fünfmal landete man unter den Top Ten. Als schlechteste Tagesplatzierung wurde in Runde 11 Platz 26 verzeichnet.

Vom Wetter wurde man in Musbach nicht immer verwöhnt. Selbst wenn man gut dabei war, gab es in Deutschland immer wieder einen besseren Thermikstreifen. Einmal mehr lieferten die Heidelandschaften im Nordosten sehr gute Aufwinde, die oft in Wolkenstraßen ausgeprägt waren. Darunter konnten die dortigen Teilnehmer lange Gleitstrecken im Geradeausflug mit hoher Geschwindigkeit absolvieren. Außerordentlich gut waren in diesem Jahr auch der Thüringer Wald. Gegenüber sonstigen Jahren gab es bedingt durch Corona in diesem Jahr nur 13 der ansonsten geplanten 19 Runden.

Nun hoffen die Musbacher Aufwindjäger, das man im nächsten Jahr wieder zum alten Liga Modus zurückkehrt. Froh ist man die 2. Liga gehalten zu haben. Denn in der Landesliga gibt es 463 Vereine, von denen die besten sieben in die 2. Segelflugbundesliga aufsteigen werden.

Runde 13 der 2. Segelflugbundesliga.1. LSC Bad Homburg (HE) 362,87 Speed/20 Punkte. 2. FLG Blaubeuren (BW) 336,96 Speed/19 Punkte. 3.LSG Fallersleben (NI) 319,70 Speed/18 Punkte. 18. FG Freudenstadt (BW) 75,23 Speed/3 Punkte.

Endgültige Gesamtwertung 2. Segelflugbundesliga nach 13. Runden. 1. FLG Blaubeuren (BW) 173 Punkte. 2. LSV Hofgeismar (HE) 169 Punkte. 3. SFV Bad Wörishofen (BY) 144 Punkte. 15. FG Freudenstadt (BW) 95 Punkte.