Runde 15 der 2. Segelflugbundesliga 2021

Sprung auf Gesamtplatz 14 geschafft

Von Lothar Schwark

Mit Rundenplatz 8 und 211,79 Speed schloss die Fliegergruppe Freudenstadt die Finalrunde 15 der 2. Segelflugbundesliga ab. In der Endwertung verbesserten sich die Musbacher Aufwindjäger noch auf Gesamtrang 14 der 30 teilnehmenden Vereine. Angesichts von vier wetterbedingten Nullrunden ist das  für die Freudenstädter Piloten noch ein akzeptables Ergebnis. 10 Freudenstädter Piloten platzierten   sich  zumindest einmal unter  den drei schnellsten Vereinspiloten einer Runde. Fünfmal flog sich  Martin Haug in die Wertung. Weiter Michael Buchthal (4 x), Joachim Treier (3x), Christof Geißler (4x) Timo Lehrke (1x), Clemens Schmiederer (1x), Wolfgang Haug (3x), Constantin Wiegert (3x), Reiner Haist (1x), Frank Popp (3x).

Gegenüber den Vorjahren zeigte sich der Schwarzwald  nicht von seiner Thermik -Schokoladenseite. Oft  war man über dem hohen Relief in niederen Sphären unterwegs.  Immer wieder war auch der Sprung zur ansonsten Aufwind-starken Schwäbischen Alb schwierig. Eindeutig die besten Bedingungen verzeichneten in diesem Jahr die Vereine im Nordosten Deutschlands . Nochmals ließ Christof Geißler die Finalrunde  Revue passieren. „ Um 11.00 Uhr waren wir startbereit, schildert der zweifache  Deutsche Meister der Doppelsitzerklasse“. Bedingt durch die Warmluft setzte die Thermik erst gegen 12.40 Uhr ein. Mühsam konnte man sich oben halten. Vorsichtig tastete sich Geißler mit der HPH 304 S Shark in Richtung Engelbrand bei Pforzheim voran. Glücklicherweise stieg die Thermik  über dem Nordschwarzwald auf 2.000 Meter NN an. Schwierig wurde  es Richtung Süden. Nachdem der mittlere Schwarzwald wenig Anzeichen für Thermik sendete, entschied sich Geißler über Sulz-Haigerloch zur Alb zu wechseln. Derweil kämpfte Constantin Wiegert mit Christoph Schweiger mit dem Duo Discus südlich von Schramberg ums pure oben bleiben.  Nur knapp entging er der Außenlandung. Kurz vor dem Donautal musste Geißler wenden, um an der Kante des Klippeneck anstrengend wieder Höhe zu gewinnen. Wiegert flog noch ein bisschen die Alb kante ab. Mit viel Geduld schaffte er es  nach Musbach zurück. Bojen waren die Flugplätze Eutingen und Haiterbach, die Wiegert zum Glück nicht nutzen musste. Geißler hatte der Kampf ums oben bleiben viel Kraft und Konzentration gekostet, angesichts der unzuverlässigen Thermik zog er eine sichere Landung in Musbach vor. Sein Ligaschnitt betrug 63,78 Punkte/72,39 km/h bei gesamt 259 km . Wiegert flog 77,23 Punkte/83,6 km/h heraus.

Von der Hahnweide bei Kirchheim/Teck gestartet flog Michael Buchthal beim BWLV Streckenfluglager über der Alb mit seinem Discus 2a 70,77 Punkte/75,02 km/h heraus. Ebenso einen Ligaflug schaffte Frank Popp auf  DG 800S und 43,15 Punkte/47,36 km/h. Die einfließende Warmluft hatte auch dem erfahrenen Streckenfuchs ausgebremst.

In Bundesligarunde 14 wertvolle Punkte gesammelt

Warmluft bremst Aufwinde aus

von Lothar Schwark

Mit Rundenplatz 9 und 222,19 Teamspeed flogen die Aufwindjäger der Fliegergruppe Freudenstadt in Runde 14 der 2. Segelflugbundesliga eine ordentliche Platzierung heraus. Wiederum war es nur der erste Rundentag (Samstag) der ausgedehntere Überlandflüge zuließ. Am Folgetag brodelte es schon wieder kräftig im Gewölk. So waren bei der großen Gewittergefahr nur Flüge im weiteren Umkreis von Musbach möglich. Den Verbleib in der 2. Segelflugbundesliga haben sich die Piloten der Fliegergruppe Freudenstadt gesichert. Bei einer ausbleibenden Runde hat man inzwischen 22 Punkte Vorsprung vor dem ersten der sieben Abstiegsplätze. Sechs Zähler fehlen noch um unter die ersten 15 von insgesamt 30 Vereinen zu kommen.

Wetterpech hatten die in Musbach beheimaten Piloten in Runde 13. Regenschauer und graue Bewölkung ließen keinerlei Überlandflüge zu. So musste in Runde 14 unbedingt gepunktet werden. Schlussendlich schafften vier Piloten einen Bundesligaflug. In die Wertung flogen sich Constantin Wiegert (Shark 304 Shark) mit 78,27 Punkte/88,34km/h, Reiner Haist (Kestrel 17) 72,64 Punkte/78,09 km/h und Frank Popp (DG 800S/18m) 71,28 Punkte/80,9 km/h. Knapp verfehlte Tilman Fuchs eine Wertung im Trio. Mit einem Discus 2c18m erflog er in der 2.30 Stunden Wertungszeit 68,61 Punkte/75,81 km/h. Wiegert berichtet über einen schwierigen Flugtag. „Warmluft und kräftiger Höhenwind haben uns ganz schön ausgebremst“ berichtet Wiegert für das erfolgreiche Trio. So konnten wir nur ein kleines Höhenband mit vernünftigen Steigwerten zwischen 1300-1700m NN Meter nutzen. Darunter konnte man die Aufwinde nur sehr mühsam nutzen, über 1700 Meter waren sie zu schwach. Denn jeder zusätzlicher Kreis ist ein Zeitfresser. Und mittlerweile ist die Konkurrenz so stark, da geht es selbst in der Bundesliga um Sekunden.

Auf seine große Erfahrung konnte Haist bei seinem 317 Km Jo-Jo Flug über dem Schwarzwald zurückgreifen. Mit seiner Kestrel 17 verfügte er noch über den optimalen Steigballon. Wiegert und Popp entschieden sich nach dem Schwarzwald für einen Trip über der Schwäbischen Alb. Dort brummte die Thermik ordentlich, was Wiegert zum tiefen Herabfliegen anspornte. Doch der erwartete Aufwind bei Blaubeuren, verweigerte zuerst seine Dienste. Nur mit viel Geduld und Mühe schaffte es der Shark 304 Shark Pilot wieder den Anschluss an die gute Thermik zu finden. Gerade wenn es ums oben bleiben geht, ist viel Ruhe im Cockpit gefragt. Pilot und das Flugzeug müssen eine Einheit bleiben. Das Wetter war deutlich schlechter als vorhergesagt, ich glaube aber das wir im Süden ein recht gutes Fenster hatten und uns entsprechend gut platziert haben so Wiegert. Nun hofft man sich in Runde 15 nochmals unter den Top Ten zu empfehlen.