Feuerwehrübung Flugplatz Musbach 2025

Realistische Übung in vollständig vernebelter Halle

Von Lothar Schwark

In einer speziellen Übung befassten sich die Feuerwehrabteilungen Musbach und Freudenstadt mit den Besonderheiten des Fluggeländes Musbach. Angedacht war ein Schwelbrand an der Akkuladestation in der oberen Flugplatzhalle. Dadurch kam es zum Stromausfall, die automatischen Hallentore öffneten nicht. Von der Fliegergruppe Freudenstadt meldete deren Vorsitzender Axel Reich der anrückenden Musbacher Feuerwehr, dass drei bis fünf Personen in der Halle vermisst werden.

Täuschend echt, wurde die Flugzeughalle mit einer Kunstnebelmaschine vernebelt. In der stockfinsteren Halle war die Sicht teilweise bei Null. Da die Musbacher Wehr, die mit sieben Mitgliedern zum Einsatzort kam, nur über ein Tragkraftspitzenfahrzeug verfügt (500 Liter Wasser), forderte Gruppenführer Marius Marschner zur Verstärkung die Abteilung Freudenstadt an.

Das Übungsszenario wurde vom Musbacher Abteilungskommandant Christof Seeger- Armbruster beobachtet. Er hatte im Vorfeld die Übung mit ausgearbeitet. Derweil erkundete ein erster Atemschutztrupp in der stockfinsteren Halle die Lage. Mit Anfangs lauten Hupgeräuschen machte der Windenfahrer auf sich aufmerksam. Er hatte sich noch in die Bedienerkabine der Winde geflüchtet. Drei weitere Vermissten waren zwischen den Flugzeughänger und in einem PKW eher schwer zu finden.

Nachdem Freudenstadt mit vier Fahrzeugen und 25 Personen angerückt war, machten sich drei Atemschutztrupps auf die Suche nach den Vermissten. Vor der Halle wurde eine Riegelstellung simuliert, um gedacht umliegende Gebäude von der Strahlungswärme zu schützen. Da die Wasserversorgung durch nur einen Hydranten eher schwierig war, wurde theoretisch das AB Löschfahrzeug mit 12.000 Liter und ein TLF mit 5.000 Liter nachgefordert. Auch die große Drehleiter der Freudenstädter Abteilung war im Einsatz. Nach und nach wurden die vermissten Personen gefunden und gerettet. Wichtig war es, die Halle schnellstmöglich mit einem Druckbelüfter zu entlüften.

Zugführer Tom Anger (Freudenstadt) war mit den Leistungen seiner Mannen zufrieden. Für ihn verlief die Übung weitgehend flüssig. Alle hätten gewusst, wo man anpackt. Dieser Meinung schloss sich der stellvertretende Stadtbrandmeister Andreas Bencke an.  Bei einem Rundgang durch die Hallen, erläuterte Vorsitzender Reich den Verantwortlichen, am Beispiel des UL Dynamic, das Selbstrettungssystem. Angesprochen wurden Gefahren, wenn bei einem Unfall die Rakete, die den Fallschirm aus der Box ziehen soll, nicht auslöst.

Runde 7 der 2. Segelflugbundesliga und U 25 Wertung 2025

Buchthal spielt seine Klasse aus

Von Lothar Schwark

Auf eine relativ schnelle Runde mit Rundenplatz 8 (292,30 Speed) und Rundenplatz 2 in der U25 Liga (174,79 Speed) blicken die Piloten der Fliegergruppe Freudenstadt in Rundenwertung 7 zurück.  Speedflüge ließ nur Ligatag eins zu, während tags darauf eine Gewitter- und Schauerlage keine sicheren Überlandflüge zuließ.  Hochreichende labil geschichtete Warmluft brachte an Ligatag eins in Musbach gute Rennbedingungen. Bereits gegen 10.00 Uhr bildeten sich erste Quellwolken. Mit dem Tagesverlauf entwickelten sich jedoch manche davon in satte Schauer und Gewitterwolken. Die Kunst bestand darin, die schnellste Aufwindlinie zu finden, und rechtzeitig vor den sich bildenden Schauern zuhause zu sein.

Einmal mehr, belegte Michael Buchthal auf Discus 2a, dass er ein Könner seines Faches ist. Mit 109,20 Punkten/115,75 km/h war er in den zwei schnellsten Stunden über Schwarzwald und Schwäbischen Alb unterwegs. Gesamt flog Buchthal 567 Km heraus. Marven Gründler hob mit Constantin Schatz mit dem Nimbus 4DM in Winzeln-Schramberg ab. Nach 538 Km setzten beide in Musbach auf. Für die Ligarunde sprangen respektable 94,42 Punkte/110,71 km/h heraus. Mit 88,68 Punkte/97,32 km/h wurde Frank Popp auf DG 800 S drittschnellster Thermikstürmer. Er flog dabei entspannte 412 Km heraus.

In der U 25 Liga mischen die Freudenstädter Junioren weiterhin im Spitzenfeld mit. Hier empfahl sich Anton Harzer, der auf der HPH 304 S Shark 88,41 Punkte/100,34 km/h herausflog. Ohne Mückenputzer, musste er verfolgen, wie sich die Flügel der Shark an den Vorderkante mehr und mehr schwarz durch Mücken färbten. Die wurden von starken Aufwinden in große Höhen gesogen. Jakob Schick flog auf Discus B WL 86,38 Punkte/91,56 km/h heraus. Damit war die U 25 Rundenwertung gesichert. Flüge für die U 25 Wertung schafften ebenso Martin Pollex und Siheng Yang. Schneller waren nur die Junioren vom SFZ Königsdorf. Bei Traumbedingungen in den Alpen sprangen 220,99 Speed und Rundenplatz 1 heraus.