Jahreshauptversammlung 2026 der Fliegergruppe Freudenstadt

Berichte, Wahlen und Ehrungen in Lombach

Von Lothar Schwark

Berichte, Wahlen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Fliegergruppe Freudenstadt, die in der „Linde“ in Lombach stattfand. Vorsitzender Axel Reich dankte allen Mitgliedern für ihr großes Engagement und die tatkräftige Unterstützung des Vereins im vergangenen Jahr.

Rückblick und aktuelle Themen

Ein Rückschlag war die wetterbedingt ausgefallene Junioren-DM in Musbach, bei der keine gültige Wertung zustande kam. Dennoch richtet sich der Blick nach vorne: Für das Frühjahr und den Sommer stehen wichtige Termine an.

Am 14. April erfolgt die Abnahme des Fluggeländes durch das Regierungspräsidium Stuttgart zum Sonderlandeplatz. Für den 18. und 19. Juli ist ein Fly-In mit der Taufe des neuen Segelflugzeugs ASK 21 B geplant. Bereits Ende April wird der neue Schulungsdoppelsitzer an die Fliegergruppe ausgeliefert.

Mit Sorge betrachtet der Verein mögliche Planungen für hochreichende Windkraftanlagen in der Umgebung des Fluggeländes.

Ausbildung und Vereinsleben

In seiner Funktion als Ausbildungsleiter gratulierte Axel Reich den neuen Lizenzinhabern Hannes Deuble, Oskar Haug und Tobias Godenrath zum erfolgreichen Abschluss ihrer Segelflugausbildung.

Ein besonderer Dank galt Christof Geißler, der durch seine Arbeit am Motorflugzeug DR 400 maßgeblich dazu beiträgt, die Betriebskosten des Vereins im Rahmen zu halten.

Der zweite Vorsitzende Karl Pfau blickte auf einen gelungenen Musbacher Wandertag zurück und hob insbesondere den gut besuchten Gottesdienst im Grünen hervor.

Technischer Leiter Timo Lehrke berichtete, dass Jakob Schick, Marven Gründler und Marc Haizmann erfolgreich den Lehrgang zum Zellenwart abgeschlossen haben.

Leistungsflugreferent Frank Popp zog eine positive Bilanz: Insgesamt wurden 126 Flüge durchgeführt, bei denen motorlos 42.280 Kilometer erflogen wurden. Zudem gehören Marven Gründler und Jakob Schick dem D-Kader des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes an.

Jugendleiter Patric Schuler berichtete von aktuell 22 Jugendlichen im Verein, darunter elf Flugschüler. Liegenschaftsreferent Jörg Müller war insbesondere mit der Pflege des Fluggeländes stark gefordert.

Kassierer Tobias Abraham präsentierte eine ausgeglichene Finanzlage.

Ultraleicht-Ausbildungsleiterin Esther Schmalz informierte darüber, dass Jakob Schick die Ultraleicht-Schleppberechtigung für Segelflugzeuge erworben hat. Die Theorieprüfung zum Ultraleichtschein bestanden Marc Haizmann, Oskar Haug, Anton Harzer, Martin Pollex und Yang Shiheng.

Zum neuen Ausbildungsleiter wurde Max Zeffler gewählt.

Wahlen und Ehrungen

Im Rahmen der Wahlen wurde Tobias Abraham zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Das Amt des Kassiers übernimmt künftig Jakob Schick, neuer Leistungsflugreferent ist Anton Harzer. Zum Jugendleiter wurde Martin Pollex gewählt.

Die gute Zusammenarbeit mit den Freudenstädter Fliegern bestätigte auch Klemens Schmiederer, Vorsitzender der Fliegergruppe Renchtal.

Im Ehrungsteil wurde Karl Pfau als „gute Seele des Vereins“ vom Vizepräsidenten des Sportkreises Freudenstadt, Uwe Beyer, mit der silbernen Ehrennadel des WLSB ausgezeichnet. Gewürdigt wurden dabei seine 22 Jahre Vorstandstätigkeit.

Für den Verein überreichte Reinhold Stehle ein originelles Geschenk. Zudem wurde der langjährige Leistungsflugreferent Frank Popp mit einem Präsent verabschiedet.

Weitere Ehrungen:

  • 25 Jahre Mitgliedschaft: Martin Busch
  • 30 Jahre Mitgliedschaft: Thomas Haug, Karl Pfau
  • 40 Jahre Mitgliedschaft: Heinz Graf

Großer Windsack in kürzester Zeit gewechselt

Windsack musste erneuert werden

Von Lothar Schwark

Der weithin sichtbare rot-weiße Windsack ist auf dem Flugplatz Musbach unverzichtbar. Er zeigt den Pilotinnen und Piloten zuverlässig Windrichtung und -stärke an und ist damit eine wichtige Hilfe für sichere Starts und Landungen. Auch für die Flugzeugführer in der Luft liefert er entscheidende Informationen darüber, ob Gegen-, Rücken- oder Seitenwind auf der Piste 16/34 (160°/340°) herrscht.

In den vergangenen Monaten hatten jedoch Sonne, Wind und Sturm dem wichtigen Hilfsmittel stark zugesetzt. Das Tuch, das ganz ohne Strom oder Datenübertragung auskommt, war deutlich in die Jahre gekommen und musste dringend erneuert werden.

Unterstützung durch die Stadtwerke

Beim Austausch des Windsacks standen die Mitglieder der Fliegergruppe Freudenstadt in der Vergangenheit immer wieder vor der gleichen Herausforderung: Wie erreicht man die Spitze des Mastes sicher und effizient?

Dieses Mal kam Unterstützung von den Stadtwerken Freudenstadt. Nach einer Anfrage des Vorsitzenden Axel Reich und des zweiten Vorsitzenden Karl Pfau sagten die Stadtwerke Hilfe zu. Bei passender Gelegenheit – als ein entsprechendes Fahrzeug ohnehin in der Nähe im Einsatz war – wurde ein Termin vereinbart.

Ein Mitarbeiter brachte eine Teleskoparbeitsbühne vor Ort in Position, die sich auf bis zu 21 Meter ausfahren lässt. Damit konnte der Austausch deutlich einfacher und sicherer durchgeführt werden.

Schneller Austausch und bewährte Zusammenarbeit

Im Vergleich zu früheren Aktionen gelang der Wechsel des Windsacks in kürzester Zeit. Der beschädigte Windsack wurde entfernt und durch ein neues Modell ersetzt. Bereits beim letzten Austausch war zudem auf eine praxisgerechte Standardgröße umgestellt worden, was den Wechsel zusätzlich erleichterte.

Von Seiten der Fliegergruppe unterstützte unter anderem Willi Haug, der seit nahezu 60 Jahren Vereinsmitglied ist und über große technische Erfahrung verfügt.

„So schnell haben wir unseren Windsack noch nie gewechselt“, freute sich Karl Pfau. Im Namen der Fliegergruppe Freudenstadt bedankte er sich herzlich bei den Stadtwerken Freudenstadt für die tatkräftige Unterstützung.